Zuchtordnung
 
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Der OHFV steht aus tierschützerischem Grund allen Hunden offen, wobei der satzungsmäßige Zweck im Schutz rassereiner, gesunder Bolonki festgeschrieben ist. Um kynologisch richtige Entscheidungen treffen zu können sind scheinbare Selbstverständlichkeiten kritisch zu hinterfragen. Die Natur erlaubt den Hunden mehr als 20 Jahre Leben; gesunde Linien bringen es auf 12 - 15 Jahre und damit doppelt so lange als Vertreter vorsätzlich kaputtgezüchteter Rassen. Lebensalter von 19 Jahren bei bester Gesundheit sind von DSH-Arbeitslinien persönlich bekannt und Rekorde von 25 + X Jahren bei Chihuahuas nachweisbar, freilich ist das nicht die Norm! Es zeigt uns aber deutlich die richtige Richtung, weg von der abartigen Selektion nach Schönheit, hin zur Festigung einer stabilen Gesundheit. In diesem Sinne muß das Ausstellungswesen dringend auf den Prüfstand. Der Hund ist in unserer Zeit zunehmend Familienmitglied, ohne daß seine angestammten Aufgaben als Beschützer oder Arbeitstier abgerufen werden. Er soll und er will gefallen - er darf nicht länger zur Wegwerfware degradiert werden und dazu ist die zielgerichtete Verbesserung der Vitalität bis ins hohe Alter die vordringlichste Aufgabe, eine Aufgabe die von gewerblichen Züchtern nicht wahrgenommen werden will und auch nicht kann denn was zählt ist das wirtschaftliche Ergebnis und das wird von Quantität bestimmt. Die Gesetze der Ökonomie gelten eben auch in der beruflichen Hundezucht.


§ 1 OHFV - Liebhaberzucht

Da der OHFV keine gewerblichen Züchter aufnimmt, definiert sich die qualifizierte, auch gewerbsmäßige OHFV-Liebhaberzucht nach folgenden 10 Punkten:

01.) Es wird nur eine Rasse mit dem Ziel der Weiterentwicklung im Sinne des Standard gezüchtet.
02.) Die Züchterfamilie kann allen Tieren des Rudels die erforderliche Zuwendung geben.
03.) Alle Tiere können sich weitgehend frei im Wohnbereich des Züchters bewegen.
04.) Es leben i.d.R. nur 1 bis 2 aktive Zuchthündinnen in einer Haltungseinheit.
05.) Bei 4 aktiven Zuchthündinnen dürfen maximal 3 Würfe p.a. fallen.
06.) Eine abgezüchtete Hündin wird nur im Ausnahmefall das Rudel verlassen.
07.) Jede Hündin hat max. 1 Wurf p. a.; ausnahmsweise liegen 2 Würfe zeitgleich.
08.) Welpenabgabe nur komplett durchgeimpft nach der vollendeten 12. Lebenswoche.
09.) Blut aller Welpen wird deponiert und ein 22-Marker DNA Profilausdruck mitgegeben.
10.) Welpenkäufern werden freiwillig Garantie, lebenslanger Kontakt und Unterstützung gewährt.


§ 2 Züchter & Zuchtstätte

Züchter ist, wer als Eigentümer und Besitzer einer zuchttauglichen Hündin dieselbe einem nach kynologischen Gesichtspunkten erwählten Rüden zugeführt und den resultierenden Wurf erfolgreich großgezogen hat. Eine Paarung zweier Geschlechtstiere zur bloßen Erzeugung gesunder Welpen ist als einfache reproduktion nicht mit Zucht im Sinne gezielter Verbesserung des Istzustandes der Rasse gleichzusetzen. Vorrang hat die Rassegesundheit, zweitrangig ist individuelles Schönheitsempfinden im Rahmen des Standard. Dem Züchter gleichgestellt ist eine Zuchtgemeinschaft.
Unterbringung und Aufzucht müssen im Wohnbereich erfolgen. Die Hunde müssen einen Zugang zum Außenbereich nutzen kö:nnen. Zwingeranlagen, Drahtkäfige im Haus, separate Gelasse intern wie extern sind zur qualifizierten Aufzucht unzulässig. Dauerhafte Anesenheit einer der Hündin vertrauten Person ist vor und während der Geburt zu garantieren.


§ 3 Zuchtbeginn & Zuchtzulassung

Vor jeder züchterischen Aktivität werden Zuchtstätte und Kenntnisse des Züchteranwärters bei einem Vororttermin aktenkundig geprüft. Ein Erstzüchter hat Anspruch auf einen Mentor. Zum Prüfungstermin muß das personalisierte VDH-Zwingerbuch vorgelegt werden. Es ist auch von Deckrüdenhaltern verpflichtend zu führen und direkt vom OHFV in der speziellen Ausfertigung zu beziehen. Wer lediglich einen einzigen Deckrüden ohne eigene Hündin hält kann stattdessen ein einfaches Deckbuch führen.
Bei Anmeldung zur ZEP sind alle Befunde, Ausstellungs- und Abstammungsdokumente im Original einzureichen. Es erfolgt keine Bearbeitung wenn der DNA-Profilausdruck fehlt und kein EDTA-Blut in unserem Partnerlabor archiviert wurde. Der PL-Erstbefund wird nur durch bpt-zertifizierte Veterinäre auf VDH-Formular (rot) anerkannt. Die ZZ gilt ergebnisoffen für 1 Wurf bzw. 2 aufeinanderfolgende Hitzen. Bei Leerbleiben ist die Verlängerung mit Nachweis eines anderen Deckrüden formlos zu beantragen. ZTP / Ahnentafeln von Vereinen außerhalb der FCI können nur nach Plausibilitätsprüfung und ggfs. neuen Untersuchungen im Einzelfall anerkannt werden.

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§ 4 Zuchtreife & Zuchteintrittsalter

Nach dem 18. Lebensmonat sind physische & psychische Zuchtreife gegeben. Die Erstbelegung kann bei Eintritt der 3. Hitze und vor vollendetem 4. Lebensjahr erfolgen. Hündinnen unter 22cm WR / 2,5kg Normalgewicht werden nach vollendetem 3. Lebensjahr nicht zur Erstbelegung zugelassen. Rüden müssen zur Fremdbedeckung mindestens 24 Monate alt sein.


§ 5 Höchstzuchtalter & Zuchtleistung

Eine Hündin darf bis zum vollendeten 9.Lebensjahr gedeckt werden. Abhängig von Wurfzahl & Qualität ihrer Nachzuchten kann die Zuchtverwendung bei entsprechender Konstitution verlängert werden. Tiere unter 22cm WR gehen mit Vollendung des 7.Lebensjahres aus der Zucht. Bei Rüden erlischt die ZZ nach Vollendung des 10.Lebensjahres automatisch.
Eine Hündin darf nie mehr als 2 eigene Würfe in 24 Monaten selbst aufziehen. Es ist stets der konditionelle Zustand vor jeder geplanten Belegung zu beachten. Nur bei vollständig zurückgebildetem Gesäuge ist eine neuerliche Gravidität zu befürworten. Richtwert der Gesamtzuchtleistung sind 4 - 5 Würfe mit je 4 Welpen.


§ 6 Zuchtpause & Zulassungsverbot

Eine gesunde Hündin soll nach einmaligem Frühabort bei der folgenden Hitze sofort neu belegt werden wogegen Miniwürfe mit nur 1 oder 2 Welpen grundsätzlich die Zuchtpause einhalten müssen. Ab 7 Welpen ist die Zuchtpause auf mind. 15 Monate bzw. bis zum Eintritt der 3.Hitze zu verlängern. Eine Schnittentbindung wegen Wehenschwäche oder ein Uterusprolaps bewirken den unumkehrbaren Widerruf der ZZ. Bei einer Notentbindung, weil die Anatomie der Geburtswege eine normale Welpenpassage verhindert, ist die Hündin in dem Zuge zu kastrieren. Bei wiederholt ungenügender Laktation ist die ZZ ebenso zu widerrufen.


§ 7 Wurfstärke & Aufzucht

Als normaler Wurf gelten 3 - 4 Welpen; lebensunfähige Tiere sind zu euthanasieren. Sie werden mitgezählt und ebenso wie tot geborene im Zuchtbuch dokumentiert. Eine Hündin darf nicht mehr Welpen aufziehen als ihre Kondition zuläßt; der Milcheinschuß ist dazu ca. 24 Std. nach Verzehr der Nachgeburt an allen Zitzen zu prüfen. Der Züchter muß eine maximale Laktationsphase über 10 - 12 Wochen aktiv fördern. Hündinnen die mehrfach 6 oder mehr Welpen gebären sind aus der Zucht zu nehmen.


§ 8 Zwingername - Nachname

Als Zuchtstätte in Deutschland hat der Name das deutsche oder sorbische Vokabular zu nutzen und soll regionalen Bezug zum Lebensumfeld des Züchters haben. Der Zwingername ist stets als Suffix zu führen. Irreführende oder sinnfreie Bezeichnungen sind nicht eintragungsfähig. Der Zwingername bleibt ausnahmslos als Nachname aller selbst gezogenen Welpen lebenslang dem Züchter vorbehalten, darf nicht gewechselt oder übertragen werden. Nach Zuchteinstellung wird der Name 10 Jahre gesperrt. Der Zwingername darf aus bis zu drei Worten mit insgesamt 23 Anschlägen gebildet werden.


§ 9 Vorname und Rufname

Wurfgeschwister sind an ihren mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnenden Vornamen, die dem Geschlecht des Tieres entsprechen müssen, klar zu erkennen. Jede Zucht beginnt mit dem "A-Wurf". In den Folgewürfen läuft das Alphabet immer weiter, unabhängig von den Hündinnen. Ein Vorname darf ehestens nach 20 Jahren erneut vergeben werden. Doppelnamen sind unerwünscht. Erlaubt ist ein führender Solobuchstabe als Wurfzähler, der stets als Großbuchstabe mit Bindestrich vor dem geschlechts- bestimmenden Vornamen geführt wird. Anstößige, sittenwidrige, irreführende Bezeichnungen und Namen lebender Prominenter sind verboten. Von Käufern vergebene Rufnamen werden nicht im Zuchtbuch eingetragen. Vorname + Zwingername dürfen insgesamt nicht mehr als 38 Anschläge umfassen.



§10 Wurfbegleitung & -kontrolle

Der schriftlichen Wurfmeldung samt auswertbarer Fotos binnen 24h nach der Geburt folgt innert 5 Tagen die Wurfbesichtigung und ab Woche 4 findet die 1.Wurfkontrolle mit Entnahme von Gewebeproben zur DNA-Profilierung statt. Erstzüchter können eine 2.Wurfkontrolle in der 6.Woche beanspruchen. Nach der 1.Entwurmung wird in der 8.Woche im Hause des Züchters die tierärztliche Wurfabnahme mit Allgemeinuntersuchung von Muttertier & Welpen, Erstimpfung, Chippen, Ausfertigung der EU-HTA und Begutachtung der Zuchtstätte vorgenommen. Ab 10.Woche nimmt ein Rassebetreuer oder Zuchtwart den Wurf ab. Der 2.Wurmkur folgt in Woche 12 die 2. SHAPPi samt Blutabnahme. Die Tollwutimpfung kann zugleich oder einige Tage danach erfolgen. Ihr schließt sich eine Karenzzeit von 3 Wochen bei einem Auslandsverkauf an.


§11 Deckrüdeneinsatz

Deckrüden mit Dauerzulassung sind im Sinne züchterischen Fortschrittes allen Mitgliedern, auch vereinsübergreifend, zur Verfügubg zu stellen. Deckanfragen unseriöser Massenzüchter dubioser Vereine und gewerbliche Vermehrer sind abzulehnen. Bei Leerbleiben ist die gleiche Hündin in der nächsten Hitze demselben Rüden erneut zuzuführen. Vermietung eines Rüden zwecks Belegung außer Haus ist nicht erlaubt, ebenso das Verbringen einer Hündin für mehrere Tage zum Rüden. Nur in begründetem Ausnahmefall kann die Zuchtleitung eine Sondergenehmigung erteilen.


§12 Künstliche Besamung

Es darf nur mit Tieren gezüchtet werden, die selbständig kopulieren, gebären und ihren Nachwuchs aufziehen. Solche Hündinnen dürfen auf Antrag Gefriersperma eines Spitzenrüden erhalten werden. Absamen deckunfähiger Rüden ist streng verboten.


§13 Verstöße gegen Zucht- & Eintragungsbestimmungen

Jeder Verstoß gegen die erlassenen Bestimmungen ist sofort nachdem er erkannt oder auch nur vermutet wurde dem ZBA zu melden. Die zuchtleitung prüft den Sachverhalt und legt das weitere Vorgehen fest. Ein Strafkatalog existiert im OHFV nicht da das den betroffenen Tieren nicht hilft. Ein nachweisbar vorsätzliches Vergehen ist mit Geldbuße bis € 500,-- zu Gunsten einer kommunalen Kindereinrichtung zu ahnden. Im Wiederholungsfall folgt ein dauerhafter Vereinsausschluß.
Falschbezeugungen, verfälschte Angaben und Dokumente wie auch unterschlagene Befunde führen zur Aberkennung von Titeln, Diplomen und Einziehung der betreffenden Abstammungsnachweise.


§14 Modalitäten zur Zuchtzulassung - Bolonkagruppe

Beim Erstantrag sind alle erforderlichen Nachweise im Original einzureichen; dazu die aktuelle Allgemeinuntersuchung auf OHFV-Formblatt und den VDH-Durchschreibesatz (weiß + rosa) von der Patellabefundung, die ausnahmslos nur von einem bpt-zertifizierten Veterinär anerkannt wird.
Dokumente von Vereinen außerhalb von VDH/FCI können nur nach intensiver Plausibilitätsprüfung der Ahnen anerkannt werden. Titel und Prüfungen die von Richtern außerhalb des VDH zuerkannt worden sind haben i.a.R. im OHFV keinen Bestand.
Bolonkas, geboren ab März 2015, erhalten keine ZZ wenn sie einen weißen Latz, Weiß-Scheckung oder gar Dreifarbigkeit (tricolor) zeigen. Hunde vom Typ "Deutscher Bolonka" sind nicht zur Zucht zugelassen da es sich um keine eigene Rasse sondern um gezielt gegen den Standard produzierte Tiere mit eindeutig disqualifizierenden Fehlern handelt.



Alle sich anschließenden Inhalte sind kein integraler Teil der Satzung!


§15 ZTP-Voraussetzungen: Bolonka zwetna

Bolonka zwetna


§16 Kriterien für Zuchtuntauglichkeit

Grundsätzlich definiert der Rassestandard welche Abweichungen vom Idealtyp als Fehler mit Punktabzug und welche groben Fehler disqualifizierend zu werten sind. Zum Teil ist der 10 Jahre alte Standard noch etwas großzügiger als wir das erlauben. Bolonkas mit Merlezeichnung sind immer Bastarde da dieses Defektgen in keiner Bolonkalinie je existierte. Besonderes Augenmerk ist auf das Wesen zu richten! Folgende sicht-, fühl- oder meßbare Details sind zuchtausschließend:

01.) Mißbildungen, Rachitis
04.) Senk- oder Karpfenrücken
07.) WR über 28 oder unter 22cm
10.) Augenfarbe nicht braun
13.) weißer Latz, Schecke, tricolor
02.) ausgedrehte Ellebogen
05.) fehlen von 2 Incisivi
08.) Brachyzephalie
11.) Blau- und Glasauge
14.) Verdünnungsfarbe, d/d
03.) Rute zu kurz od. anliegend
06.) Kryptorchiden/Einhoder
09.) Hündin unter 2,5kg
12.) kein Bart oder Schnurrbart
15.) kein Scherengebiß


§17 Eintragungsbestimmungen

Jeder Rassehund, der nicht zwingend ein Bolonka zwetna sein muß, im Besitz eines Vereinsmitgliedes wird in der Datenbank des OHFV erfaßt. In das Zuchtbuch werden hingegen nur Bolonkas eingetragen sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Weitere Details sind nachzulesen in der detaillierten Eintragsordnung.

Eintragsordnung


§18 Zuchtbuchführung

Das Zuchtbuch dokumentiert als rechtsgültiges Dokument allgemeinöffentlichen Interesses die Qualität der züchterischen Arbeit des Vereins. Im ZBA werden das Hauptzuchtbuch des OHFVe.V. geführt und die zugehörigen Belege im Original archiviert. Datenbestände werden regelmäßig intern und extern gesichert. Berechtigten Interessenten wird nach telefonischer Absprache Einsicht in das ZB gewährt. Weitergehende Ausführungen sind der Zuchtbuchordnung zu entnehmen.

Zuchtbuchordnung


§19 Begriffsbestimmung

Es werden in den voranlaufenden Texten vielfach Abkürzungen benutzt, die nicht zum allgemeinen Sprachgebrauch gehören oder ggfs. auch noch andere Bedeutungen haben, welche sich nur aus dem jeweiligen Zusammenhang heraus erkennen lassen. Sofern weiter Unklarheiten bestehen sind diese am einfachsten direkt abzufragen. Die häfigsten Abkürzungen sind nicht jedem Leser bekannt oder werden auch mal falsch interpretiert weswegen die hier direkt angehängt sind:

    VK

    Verband Deutscher Kleinhundezüchter, Haselbach gegründet 1948
    Der VK ist die einzige weltweit anerkannte deutsche Vereinigung für Züchter & Freunde von derzeit 16 offiziell anerkannten Rassen. Er steht auch Mitgliedern aus dem Ausland offen. Organisatorisch ist der VK dem VDH angeschlossen. Dank des unermüdlichen Wirkens von Karin Biala-Gauß wurde im Februar 2011 der Bolonka zwetna durch den VDH als nationale Rasse anerkannt und damit ein bedeutender Schritt hin zu einer sauberen Zucht dieser fantastischen Kleinhunde gemacht.

    VDH

    Verband für das Deutsche Hundewesen, Dortmund, Westfalendamm, gegründet 1949
    Der VDH vertritt als einziger nationaler Dachverband die Interessen der ihm angeschlossenen und mit ihm kooperierenden Vereine bei der FCI.

    RKF

    Russische Kynologische Föderation, gegründet 1996, Moskau, Gostinitschnaja 9, 5. Stock
    Die RKF vertritt als nationaler Dachverband Rußland in der FCI. In dieser Funktion ist die RKF verantwortlicher Herausgeber der Standards aller von ihr betreuten russischen Rassen, u.a. des Rußkaja zwetnaja Bolonka, in Deutschland Bolonka zwetna genannt. Durch den Zerfall der Sowjetunion entstanden viele Nationalstaaten, welche mit eigenen Dachverbänden der FCI angehören; im Kernland Rußland etablierte sich der Dachverband als Neugründung mit der von der RKF-Konferenz am 13. Mai 1996 verabschiedeten Satzung. In den Jahren 2005, 2017 und zuletzt auf der Außerordentlichen Generalversammlung am 29. August 2018 wurden Ergänzungen und Änderungen in die Satzung aufgenommen und 2018 wurde auch Wladimir Semjenowitsch Golubjew als neuer Präsident der RKF gewählt.

    FCI

    Fédération Cynologique Internationale, Thuin, Belgien, gegründet 1911
    Der Weltverband für das Hundewesen vereint derzeit 99 Mitglieds- und Partnerländer die mit jeweils nur einem nationalen Dachverband vertreten sind. 349 Rassen werden aktuell anerkannt, darunter einige wie der Prager Rattler seit 2019 mit einer "vorläufigen Anerkennung". In dieser Zeit unterliegt die Rasse einer besonderen Beachtung hinsichtlich ihrer genetischen Stabilität. Der Bolonka ist bisher nicht von der FCI anerkannt weil seitens der RKF, zu recht, der entsprechende Antrag noch nicht gestellt worden ist.