Zuchtordnung
 

    Als erster deutscher Hundeverein stellt der OHFV alle Hunde unter Zucht- und Ausstellungsverbot, denen die angezüchtete Anatomie, Physiologie oder Psychologie ein gesundes, artgerechtes Leben als Hund in der Gesellschaft verwehrt. Dazu gehören Rassen, die sich nicht selbständig paaren oder normal gebären können. Ein erwachsener Kleinhund gilt als gesund, wenn er Wanderungen über 10 km am Stück, im Hochsommer zu jeder Tageszeit problemlos absolviert ohne zu überhitzen.


» Präambel

Der OHFVe.V. steht aus tierschützerischem Grund allen Hunden offen, wobei der satzungsmäßige Zweck durch Zucht rassereiner, gesunder Hunde festgeschrieben ist. Hierzu liegt unser Schwerpunkt bei den Pudeln und Bolonkas. Für eine optimale Lebenserwartung werden scheinbare Selbstverständlichkeiten kritisch hinterfragt um kynologisch richtige Entscheidungen zu treffen. Die Natur erlaubt dem Hund bis zu 20 Jahre Leben, wovon gesunde Rassen etwa 15 Jahren schaffen; das dreifache vorsätzlich kaputtgezüchteter Rassen. Der OHFVe.V. fördert die Rückzucht desolater Rassen mit allen Konsequenzen.
In einer Formenliste werden als problematisch eingestufte Rassen und Pseudorassen erfaßt, darunter jene mit eingezüchteten Defektgenen wie Dilute oder Merle, die als Qualzucht einem Zuchtverbot unterliegen. Das schließt Formen ein, deren Mißbrauch aus den Tieren unberechbaren Kreaturen macht, die zu Hundekämpfen oder Menschenjagd erzeugt wurden oder zur Gruppe der Herdenschutzhunde rechnen. Diese sind neben dem Zucht- z. T. auch mit Ausstellungsverbot belegt.
Unsere ZO ist für jedes Mitglied absolut bindend! Straff organisierte Betreuung der Züchter, umfassende Wurfbegleitung dienen dem Wohl der Tiere und dem gegenseitigen Erfahrungsgewinn. Züchter im OHFVe.V. garantieren lebenslangen Kontakt zu "ihren Welpen" und Unterstützung der neuen Tierhalter. Regelmäßige Jahrestreffen u.a.m. liefern die zur qualifizierten Rassezucht notwendigen Daten aller Altersstufen der Tiere.

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» Inhaltsverzeichnis
 § 01   Züchter
 § 02   Zuchtleitung
 § 03   Zuchtstätte
 § 04   Zuchtbeginn
 § 05   Zuchtzulassung
 § 06   Zuchtreife
 § 07   Zuchteintrittsalter
 § 08   Höchstzuchtalter
 § 09   Zuchtleistung
 § 10   Zuchtpause & Zulassungsverbot
 § 11   Wurfstärke & Aufzucht
 § 12   Zwingernamen
 § 13   Welpennamen
 § 14   Wurfbegleitung
 § 15   Deckrüdeneinsatz
 § 15.1 Künstliche Besamung
 § 16   Zuchtuntauglichkeit
 § 17   Eintragungsbestimmungen
 § 18   Zuchtbuchführung
 § 19   Begriffsbestimmungen
 § 20   Verstöße gegen die ZO
 § 21   ZZ-Anforderungen Bolonka-Gruppe
 § 22   ZZ-Anforderungen Pudel-Gruppe
 § 23   ZZ-Anforderungen Klein- & Zwergpudel
 § 24   ZZ-Anforderungen Toy Pudel
 ANL 1  Verzeichnis der Anlagen
 ANL 2  Liste gesperrter Rassen
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» § 01     Züchter

Züchter ist der Eigentümer, der zugleich als Besitzer einer zuchtfähigen Hündin dieselbe einem ebenso zuchtfähigen Rüden zugeführt und den daraus resultierenden Wurf erfolgreich großgezogen hat. Vor dem ersten eigenen Wurf sprechen wir vom Züchteranwärter. Wer im OHFVe.V. züchten will muß sich mit den Zielen des Vereins identifizieren, diese öffentlich vertreten und das Ansehen des Vereins durch korrektes Auftreten festigen. Mit vorbildlicher Tierhaltung und steter Weiterbildung sorgt er bei Interessenten und Käufern für positive Erlebnisse und sichert letztgenannten lebenslangen Kontakt und Hilfe zu.
Mietzucht, umschrieben als Mitbesitzerschaft an einer Hündin, ist im OHFVe.V. verboten. Statthaft sind Vereinbarungen die das Deckrecht an einem Rüden nach dessen notwendig gewordener Abgabe sichern.
Von Zuchtgemeinschaft sprechen wir wenn mit Hunden, die in unterschiedlichem Besitz sind, in gleicher Haltungseinheit, unter einem Zwingernamen ein gemeinsames Zuchtziel verfolgt wird.


» § 02     Zuchtleitung

Unser Reglement soll jeder Zucht zu herausragender Qualität verhelfen. Die Zuchtleitung sichert die optimale Zuchtwahl durch gründlichen Check aller erlangbaren Daten der zu verpaarenden Tiere, legt rasse- / linienspezifische Untersuchungen fest und eruiert neue, exaktere, tierschonende Diagnostiken. Sie verantwortet die nachhaltige Wurfbegleitung, Aufzucht u. kontinuierliche Zuchtstättenkontrolle.


» § 03     Zuchtstätte

Den Bedürfnissen der Tiere angemessene Örtlichkeiten bei Anwesenheit einer mit der Hündin vertrauten Person vor und während der Geburt sind zu garantieren. Der OHFVe.V. akzeptiert nur eine Zuchtstätte im Wohnbereich des Züchters; Zwingeranlagen, Drahtkäfige im Haus, separate Gelasse - intern wie extern - sind zur qualifizierten Aufzucht von Welpen unzulässig.


» § 04     Zuchtbeginn

Vor Beginn jeder züchterischen Aktivität werden Zuchtstätte und Kenntnisse des angehenden Züchters überprüft. Ein Erstzüchter hat Anspruch auf einen Mentor. Zu diesem Termin muß der künftige Züchter sein "VDH-Zwingerbuch" anlegen und in Folge gewissenhaft führen. Dieses bekommt er in personalisierter Ausfertigung nach der positiven Abnahme. Sind eigene Deckrüden im Bestand, enthält das Zwingerbuch auch die Nachweisblätter für deren Reproduktionsleistung mit fremden Hündinnen. Deckrüdenhalter ohne eigene Hündin haben alternativ dazu ein weniger umfangreiches Deckbuch zu führen, welches ihnen ebenso das ZBA des OHFV aushändigt.
Nach Erhalt des positiven Abnahmeprotokolls darf der Deckantrag eingereicht werden. Bei einer Fremdverpaarung ist ein Deckvertrag zwingend; die Zuchttiere müssen ihre Zuchtzulassung nachweisen. Der Rüdenbesitzer muß den Deckschein nach erfolgter Belegung ausfüllen. Nach dessen Erfassung im ZBA erhält er von dort eine Eingangsbestätigung und in Folge auch eine Kopie der Wurfmeldung.

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» § 05     Zuchtzulassung

Bei Anmeldung zur Zuchteignungsprüfung müssen alle rassebezogenen Diagnosen dem ZBA im Original vorliegen. Die ZZ erfolgt ergebnisorientiert wobei die ZEP1 für 1 Wurf bei Ausnutzung von 2 Hitzen bzw. 12 Monate gültig ist. Bei ausbleibender Gravidität kann die ZEP2 mit gleicher Gültigkeit und ggfs. anderem Rüden erteilt werden. Problemlose Geburt & Aufzucht sind Bedingungen um die Zuchttauglichkeit für weitere 2 Jahre / 2 Würfe zu verlängern.
Erlauben Nachbefundungen zur PL u. rassespez. Krankheiten eine positive Prognose u. wurden die Welpen der beiden Würfe insgesamt positiv*) bewertet, kann die Zuchtzulassung entfristet werden. Gleiches gilt für Rüden nach drei positiven Würfen in Folge. Sie erlischt bei Fruchtbarkeitsstörungen oder Problemen während Geburt u. Aufzucht der Welpen die auf unerwünschten erblichen Faktoren basieren.
ZTP und Ahnentafeln von Fremdvereinen außerhalb der FCI akzeptieren wir erst nach deren positiver Plausibilitätskontrolle; ggfs. sind Untersuchungen nachzuholen und Abstammungsfälle zu eruieren.
*) Bewertungsschema im Anhang!


» § 06     Zuchtreife

Die rechnerische ZR wird bei Hunden bis 45cm WR in beiden Geschlechtern auf 18 Monate festgelegt. Bei Großrassen gilt ein Alter von 24 Monaten bzw. der Eintritt der 3. Hitze ab 22. Monat als grundsätzlich zuchtreif. Wenn erforderlich wird die Zuchtleitung zu Gunsten der Hündin einen Aufschub / tierärztliche Einzelbefundung anordnen.


» § 07     Zuchteintrittsalter

Die Erstbelegung einer Hündin soll nicht ohne zwingenden Grund nach vollendetem 4. Lebensjahr erfolgen. Abweichend davon darf der CKCS in beiden Geschlechtern nicht vor Vollendung des 5. Lebensjahres züchterisch eingesetzt werden; ausgenommen Tiere die aus mindestens vier Generationen nachweislich SM-freier deutscher Vorfahren stammen. Der OHFV folgt hier einer Richtlinie der britischen TÄ-Kammer zur Bekämpfung dieses Erbschadens, der hauptsächlich auf Nicht-FCI Populationen begrenzt ist.


» § 08     Höchstzuchtalter

Eine kynologisch sinnfreie, pauschale Altersgrenze für alle Rassen gibt es im OHFVe.V. nicht. Vielmehr sind rassebezogen individuelle Lebensaltersprognosen und veterinärmedizinische Begutachtungen für den vorgesehenen Reproduktionszeitraum maßgeblich.


» § 09     Zuchtleistung

Grenzwert sind 7 Trächtigkeiten bei 8 Zuchtjahren welche mindestens 10 Lebensjahren entsprechen. Dabei darf eine Hündin nicht mehr als 2 eigene Würfe in 24 Monaten selbst aufziehen.


» § 10     Zuchtpause & Zulassungsverbot

Eine als gesund befundete Hündin sollte nach einmaligem Frühabort sofort wieder belegt werden ohne eine Hitze zu überspringen. Würfe mit nur 1 oder 2 Welpen rechtfertigen dagegen nicht das negieren der Zuchtpause. Nach einem Wurf mit mehr als 8 aufgezogenen Welpen hat die Hündin, anschließend an das Ende der 12. Lebenswoche, weitere 12 Monate oder 2 Hitzen Zuchtpause.
Nach einer Schnittentbindung legt das tierärztliche Gutachten die Länge der Zuchtpause fest. Wird die Notentbindung erforderlich weil die Anatomie der Geburtswege die Passage der Welpen verhinderte, ist die Hündin in dem Zuge zu kastrieren. Mit dem 2. Kaiserschnitt erlischt die ZZ unwiderruflich; gleiches gilt bei einem Uterusprolaps. Hündinnen mit anhaltend ungenügender Laktation müssen aus der Zucht genommen werden.

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» § 11     Wurfstärke & Aufzucht

Als normaler Wurf gelten 3 - 6 Welpen; lebensunfähige Tiere sind nach der Geburt zu euthanasieren. Sie werden ebenso wie Totgeborene dokumentiert. Führen 24 Stunden nach der Geburt acht Zitzen Milch, können 8 vitale Welpen belassen werden sofern die Hündin nicht überfordert ist. Für überzählige Welpen ist eine dem konkreten Fall angemessene Lösung zu finden wobei statt abstrakter Zahlen jeder Einzelfall gesondert zu werten ist! Der OHFVe.V. trägt jede züchterische Entscheidung mit, die der Gesundheit der Hündin Priorität einräumt.
Der Züchter muß eine maximale Laktationsphase aktiv unterstützen. Nach der 12. Woche, mit der die unmittelbare Aufzuchtperiode endet, haben die 2. Grundimmunisierung sowie die Tollwutschutzimpfung zu erfolgen, nach welcher die Welpen mindestens 3 Folgetage in ihrem gewohnten Rudelverband verbleiben und erst absolut symptomfrei abgegeben werden. Jeweils eine Woche vor den Impfterminen sind die Welpen zu entwurmen. Der Züchter allein trägt das Risiko eventueller Impfunverträglichkeit. Er garantiert, daß nur vollständig geimpfte Welpen den Käufern übergeben werden. Welpen die ins Ausland gehen sollen, müssen aktiven Tollwutschutz nachweisen, also mindestens 15 Wochen alt sein!


» § 12     Zwingername

Als Zuchtstätte in Deutschland hat der Name das deutsche oder sorbische Vokabular zu nutzen und soll regionalen Bezug zum Lebensumfeld des Züchters haben. Irreführende oder sinnfreie Bezeichnungen sind inakzeptabel. Der Zwingername dient ausnahmslos als Nachname aller selbst gezüchteten Welpen, bleibt auf Lebenszeit dem Züchter vorbehalten, darf weder übertragen noch gewechselt werden. Regelwidrigen Namen eingeführter Zuchten kann die Weiternutzung bei Einhaltung der im OHFVe.V. geltenden Syntax erlaubt werden. Der Zwingername wird nach Einstellung der Zucht oder Austritt im OHFVe.V. gesperrt. Jede Zuchtstätte / Haltungseinheit darf nur einen Namen führen. Eine Partnerschaft führt immer einen gemeinsamen Zwingernamen. Bringen in eine Lebensgemeinschaft beide Partner ihre jeweiligen Zwinger ein, können beide Namen gesperrt und ein daraus abgeleiteter Kunstname als Fortführung des Zwingers mit dem älteren Ersteintragsdatum, oder ein neuer Name mit neuem Eintragsdatum geschützt werden. Weiteres regelt die Eintragsordnung.


» § 13     Welpennamen

Alle Wurfgeschwister sind an ihren Vornamen, die immer mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnen müssen, als zusammengehörig erkennbar. Der Vorname muß das Geschlecht des Welpen erkennen lassen. Jede Zucht beginnt beim 1.Wurf eines Zwingers mit dem Buchstaben "A". Bei Folgewürfen wechseln die Anfangsbuchstaben in alphabetischer Reihenfolge. Es werden stets die Würfe des Zwingers fortlaufend, nicht jeder Hündin einzeln, gezählt! Wurde zuvor in einem anderen Verein gezüchtet, ist der auf den letzten dort eingetragenen Wurf folgende Buchstabe der 1. des nun 1.Wurfes im OHFV. Eine Um- oder Neubenamung gemäß § 12 hat keine neu beginnende Wurfzählung zur Folge. Doppelnamen sind mit oder ohne Bindestrich erlaubt. Namen in der Form "C-MARTIN PUMMELCHEN vom Blauen Loch" sind auch möglich, wobei der Solobuchstabe*) stets am geschlechtsbestimmenden Vorname mit Bindestrich gekoppelt ist. Es dürfen maximal zwei Vornamen vergeben werden wobei ein etwaiger Solobuchstabe nicht extra gezählt wird. Als individueller Rufname, der vom neuen Eigentümer dem Welpen gegeben und in Ahnenbuch, bei TASSO etc. verzeichnet wird, darf eine beliebige Bezeichnung auf den 1.Vornamen, der dann kein Doppelname sein darf, folgen. Anstößige, sittenwidrige oder irreführende Bezeichnungen und Namen von Prominenten sind nicht erlaubt. Weitere Details sind der Eintragsordnung zu entnehmen.
*) Zwingend in Großschrift, da vorangestellte Kleinbuchstaben dem HD-Grad vorbehalten sind!

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» § 14     Wurfbegleitung

Transparenz in der Tierzucht beginnt mit der schriftliche Wurfmeldung samt auswertbarer Fotos innert 24 Stunden nach Geburtsende, worauf sich binnen 5 Tagen die protokollierte Wurfbesichtigung anschließt. Ab der 4.Woche erfolgt eine dokumentierte Wurfkontrolle von Welpen, Muttertier und Zuchtstätte durch einen Sachkundigen; eine 2.WK ab Woche 6 kann der Züchter anfordern bzw. wird diese bei Erfordernis angesetzt. Der 1.Entwurmung in Woche 7 folgt in der 8.Woche die tierärztliche Wurfabnahme im Hause des Züchters, bei der alle Welpen untersucht, erstgeimpft und gechipt werden. Der TA dokumentiert dabei auch die Begutachtung von Muttertier und Zuchtstätte im Protokollbogen. Ab der 10.Woche erfolgt die Wurfübernahme im Hause des Züchters durch einen Sachkundigen mit Aufnahme der Welpen in das Zuchtbuch des OHFVe.V. Die Kontrolle der Sinnesorgane und evtl. Abweichungen vom Rassestandard werden dokumentiert. Die Originale aller Protokolle werden in der Urkundenstelle archiviert, der Züchter erhält für seine Nachweisführung und jeden Welpen einen Satz beglaubigter Kopien, sofern die Ergebnisse nicht im Ahnenbuch einzutragen sind. Ab der 12.Woche, nach 2.Impfung und Tollwutvakzinierung, sind die Ahnenbücher versandbereit. Änderungen des Impfregimes haben keinen Einfluß auf das generelle Procedere der Wurfbegleitung.


» § 15     Deckrüdeneinsatz

Sofern ein Deckrüde gemäß § 05-Abs. die dauerhafte ZZ erlangt hat, ist dessen Besitzer im Sinne kollegialer Zusammenarbeit gehalten, den Rüden grundsätzlich für andere Mitglieder sowie vereinsübergreifend zur Verfügung zu stellen. Der Züchter als Eigner des Tieres hat dessen Belastung genau abzuwägen, denn ein Rüde ist keine Besamungsmaschine! Da im OHFV e.V. das Wohl einer Rasse über den verständlichen Eigeninteressen nur eines Züchters steht, soll ein Deckrüdenbesitzer sehr gut überlegen, ob er eine zugewiesene Hündin ablehnt; es bleibt letztlich seine Entscheidung.
Vor jeder Fremdbelegung ist ein Deckvertrag gem. Vorlage auszufüllen und von beiden Tierhaltern zu unterschreiben. Die darin festgelegte Decktaxe gilt für die einmalige Belegung einer Hündin an max. 3 aufeinanderfolgenden Bedeckungen mit jeweils einem einzufügenden Tag Pause. Die vereinbarte Decktaxe ist nach der ersten, augenscheinlich erfolgreichen Kopulation dem Deckrüdenhalter in Bar auszuzahlen. Bleibt trotz vollzogenem Deckakt die Hündin leer, darf die gleiche Hündin ebendiesem Rüden bei der nächsten Hitze ohne weitere Kosten erneut zugeführt werden. Es ist unzulässig, eine andere als die im Vertrag angegebene Hündin oder einen anderen Rüden bei den Paarungsversuchen einzusetzen. Wird ein Deckrüde eingesetzt, an dessen Fertilität berechtigte Zweifel bestehen, ist das als Betrug am Halter der Hündin zu werten und strengstens zu sanktionieren. Es gilt der Grundsatz, daß ein Deckrüdenhalter einen Deckakt und keinen garantierten Wurf verkauft wobei der offerierte Rüde nachweislich fertil sein muß.
Die Vermietung eines Rüden zur Belegung außer Haus ist im OHFV e.V. genauso unzulässig wie das mehrtägig anhaltende Verbringen einer Hündin zum Rüden. In begründetem Ausnahmefall kann die Zuchtleitung eine Ausnahmeerlaubnis erteilen.
Nur der ist ein wirklicher Züchter, der die fruchtbaren Tage seiner Hündin selbst erkennt bzw. errechnen kann und die Zuführung zum Rüden entsprechend langfristig plant. Dem steht nicht entgegen, daß sich beide Partner vor dem geplanten Deckakt kennenlernen dürfen - es sind ja keine gefühlstoten Maschinen!


» § 15.1  Künstliche Besamung

Rassen, deren Vertreter sich nicht mehr selbständig reproduzieren können, haben grundsätzlich keine Daseinsberechtigung. Im OHFV darf nur mit Tieren gezüchtet werden, die ohne fremde Hilfe kopulieren, gebären und ihre Welpen aufziehen können. Ausschließlich solche Hündinnen dürfen auf Antrag im Ausnahmefall mit Gefriersperma eines herausragenden Rüden befruchtet werden. Es ist unerheblich ob das Spendertier verstorben ist oder auf Grund der Entfernung oder besonderer Einreisebestimmungen des Heimatlandes des präferierten Rüden dieser für die aufnahmebereite Hündin unerreichbar ist. Absamen deckunfähiger Rüden zur unmittelbaren Besamung einer Hündin ist grundsätzlich verboten. KB als bloße Krücke zur Vermehrung ist und bleibt im OHFVe.V. ausgeschlossen!


» § 16     Kriterien für die Zuchtuntauglichkeit

Grundsätzlich ist in jedem Rassestandard definiert, welche Abweichungen vom Idealtyp als Fehler mit Punktabzug und welche groben Fehler disqualifizierend sind. Allgemeingültig führen folgende sicht-, fühl- oder meßbare Details zum Zuchtverbot:

01.) Mißbildungen, Rachitis
04.) Senk- u. Karpfenrücken
07.) Größenabweichung
10.) falsche Augenfarbe
13.) nicht standardgemäße Farbe
02.) X- u. O-Beine
05.) grobe Gebißfehler
08.) Zwergwüchsigkeit
11.) Glasauge
14.) Dilution, d/d
03.) Knick- u. Stummelrute
06.) Kryptorchiden/Einhoder
09.) Untergewicht
12.) Merlefaktor
15.) überängstlich / aggressiv

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» § 17     Eintragungsbestimmungen (Auszug)

Jeder Rassehund im Besitz eines Vereinsmitgliedes wird in das Zuchtbuch des OHFVe.V. eingetragen sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Diese werden stetig an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse angepaßt und ergänzt; nachzulesen in der detaillierten Eintragsordnung.

Eintragsordnung


» § 18     Zuchtbuchführung (Auszug)

Das Zuchtbuch dokumentiert als rechtsgültiges Dokument allgemeinöffentlichen Interesses die Qualität der züchterischen Arbeit des Vereins. Im ZBA werden das Hauptzuchtbuch des OHFVe.V. geführt und die zugehörigen Belege im Original archiviert. Für jede im Verein vertretene Rasse wird ein separates ZB durch einen Referenten selbständig betreut. Datenbestände werden regelmäßig zum HZB übertragen. Interessenten wird nach telefonischer Absprache Einsicht in das OHFVe.V.-ZB gewährt. Weitergehende Ausführungen sind der Zuchtbuchordnung zu entnehmen.

Zuchtbuchordnung

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» § 19     Begriffsbestimmungen & Abkürzungen

Es werden in den voranlaufenden Texten vielfach Abkürzungen benutzt, die in der Form nicht zum allgemeinen Sprachgebrauch gehören oder ggfs. auch noch andere Bedeutungen haben, welche sich nur aus dem jeweiligen Zusammenhang heraus erkennen lassen. Sofern weiter Unklarheiten bestehen sind diese am einfachsten direkt abzufragen.

Medizinische Begriffe       Begriffe aus dem Züchteralltag

Die beiden obigen Links stellen nur eine Übergangslösung dar. Es geht jetzt darum, entsprechende Termini zusammenzutragen. Diese sind dann in einer alphabet. sort. Tabelle zu erfassen und jeder Begriff gezielt direkt zu verlinken. Das ist insofern vorteilhaft, weil es oft mehrere Bezeichnungen für identische Sachverhalte gibt. So muß nur eine Erklärung erstellt werden und beliebig viele Kürzel oder Synonyme werden zu diesem einen Ziel verlinkt. Korrekturen sind dann auch nur einmal, an zentraler Stelle notwendig. Bis dahin bitten wir die Leserschaft noch um etwas Geduld!


» § 20     Verstöße gegen die Zucht- & Eintragungsbestimmungen

Bei Verstößen gegen die in dieser Zuchtordnung erlassenen Bestimmungen gilt, daß ein unbeabsichtigter Verstoß, auch wenn dieser nur vermutet werden kann, unverzüglich dem ZBA anzuzeigen ist, welches die zuständigen Verantwortlichen entsprechend benachrichtigt. Die Zuchtleitung legt fest, wie im konkreten Fall verfahren wird. Einen "Strafkatalog" mit Reinwaschungsklausel wird es im OHFVe.V. nicht geben da solcherlei Tun den betroffenen Tieren nicht hilft.
Ein nachweislich vorsätzlicher Verstoß hat eine Geldstrafe über 500,-- EUR zu Gunsten einer kommunalen Kindereinrichtung zur Folge. Im Wiederholungsfall folgt ein dauerhafter Vereinsausschluß. Unbeschadet dessen führen etwaige Falschbezeugungen oder verfälschte Angaben und Dokumente zur Aberkennung von Titeln, Diplomen und Einziehung betreffender Abstammungsnachweise.

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» § 21     Modalitäten zur Zuchtzulassung:   Bolonka-Gruppe

Zum Erstantrag sind neben u.g. rassespezifischen Befunden die Abstammungsnachweise der Elterntiere im Original einzureichen. Es werden keine Kopien akzeptiert, ausgenommen von Fremdrüden, denen ein vollständiger DNA-Profilausdruck mitzugeben ist. Fehlt das Profil, hat der Rüdenbesitzer durch einen approbierten Veterinär eine Probe nehmen und an unser Partnerlabor einsenden zu lassen. Dazu ist das Formular des OHFVe.V. zwingend. Mit einzureichen ist eine aktuelle Allgemeinuntersuchung, vom beauftragten TA auf OHFV-Formblatt dokumentiert. Der OHFVe.V. erkennt von bestimmten Vereinen keinerlei Dokumente an; wir beraten Sie dazu über das Vorgehen im Einzelfall.
Bolonkas mit Geburtsdatum ab März 2015 erhalten keine Zuchtzulassung, wenn ihr Haarkleid einen weißen Latz bzw. eine Weißscheckung zeigt oder gar mehrfarbig, als "tricolor", einzustufen ist. Diese Tiere werden wie die grundsätzlich nicht standardgerechten Vertreter des Typ "Deutscher Bolonka" mit einer speziellen Kennung in der Zuchtbuchnummer versehen um sie leicht filterbar zu machen. Details dazu enthält die Eintragsordnung.

Bolonka zwetna Typ Deutscher Bolonka Bologneser /"Bolonka franzuska"

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» § 22     Modalitäten zur Zuchtzulassung:   Pudel-Gruppe

Zum Erstantrag sind neben u.g. rassespezifischen Befunden die Abstammungsnachweise der Elterntiere im Original einzureichen. Es werden keine Kopien akzeptiert, ausgenommen von Fremdrüden, denen ein vollständiger DNA-Profilausdruck mitzugeben ist. Fehlt das Profil, hat der Rüdenbesitzer durch einen approbierten Veterinär eine Probe nehmen und an unser Partnerlabor einsenden zu lassen. Dazu ist das Formular des OHFVe.V. zwingend. Mit einzureichen ist eine aktuelle Allgemeinuntersuchung, vom beauftragten TA auf OHFV-Formblatt dokumentiert. Der OHFVe.V. erkennt von bestimmten Vereinen keinerlei Dokumente an; wir beraten Sie dazu über das Vorgehen im Einzelfall.
Pudel mit Geburtsdatum ab 2015 müssen in einer der 5 offiziellen Farben Schwarz, Braun, Grau, Weiß oder Falb eingetragen sein. Farbangaben wie Rot oder Apricot sind zuerst auf Falb umzuschreiben. Zweifarbige Tiere aller Größenklassen sind gegenwärtig nicht offiziell anerkannt und unterliegen zudem besonderen Regeln die unter "Bicolor" abrufbar sind. Wir stellen auch diesen Hunden die normalen Welpenmappen mit den korrekten Ahnentafeln über vier Vorfahrengenerationen, von denen Eltern und Großeltern bebildert sind, aus. Die Zuchtbuchnummern enthalten eine Kennung, was sie filterbar macht und ein Sonderregister erübrigt. Hier nicht genannte Farben / Kombinationen sind nicht eintragsfähig.

Großpudel Kleinpudel Zwergpudel Toy Pudel Bicolorzucht



Hier wird erst noch gearbeitet!


   



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