» Eintragsordnung - gem. § 17 der OHFV-ZO:   Ergänzt am 23.06.2018

    Grundsätzlich wird jeder Rassehund, dessen Eigentümer Mitglied des OHFVe.V. ist, in das Zuchtbuch des OHFVe.V. aufgenommen sofern folgende Voraussetzungen gegeben sind:

          1.) Der Hund muß eine Ahnentafel mit nachprüfbaren Daten besitzen   o d e r
          2.) zwei Eltern gleicher Rasse haben, die ihrerseits ordnungsgemäße Ahnentafeln haben.
          3.) Beide Eltern müssen den Nachweis der Zuchttauglichkeit zum Decktermin beibringen.
          4.) Es müssen alle - auch tote - Wurfgeschwister in das ZB eingetragen werden.
          5.) Die Kontrollbögen müssen lückenlos, vollständig u. fristgemäß beim ZBA eingehen.
          6.) Alle Bestandsmeldungen, Würfe etc. sind immer mit ordentlichen Fotos zu versehen.
          7.) Alle geforderten rassebezogenen Befunde sind dem ZBA im Original einzureichen.
          8.) Die qualifizierte Wurfabnahme muß nachweislich im Hause des Züchters erfolgt sein.
          9.) Im Welpenpaß sind die Angaben zum Käufer samt eigenhändiger Unterschrift gesichert.
        10.) Das DNA-Profil liegt vor und die Blutprobe ist beim Partnerlabor des OHFV eingelagert.
        11.) Für alle lebenden Nachzuchttiere liegt der genetische Abstammungsnachweis vor.
        12.) Die Namensgebung der Tiere hat den geltenden Bestimmungen des OHFV e.V. zu entsprechen.

    Bestandstiere mit lückenhafter Ahnentafel gelten als reinrassig, wenn in drei aufeinanderfolgenden Würfen normaler Größe keine Anzeichen illegaler Einkreuzung erkennbar sind. Die Gentests auf Rassezugehörigkeit erlauben derzeit keine belastbaren Aussagen. Tieren, deren AT erkennbare Falscheinträge enthält wird ein korrigierter Abstammungsnachweis erstellt, das Ursprungsdokument zur Beweissicherung im ZBA archiviert. Hunde ohne Rassezuordnung werden mit allen individuellen Merkmalen im Tierbestandsbuch eingetragen und erhalten eine mit Foto versehene Anmeldeurkunde in der die nachweisbaren Ahnen dokumentiert sind. Jeder Eigentumsübergang von Bestandstieren und Nachzuchten ist dem ZBA auf Formblatt Nr.xx innert 7 Tagen nach Vollzug mitzuteilen. Die aktualisierten Dokumente werden kostenfrei dem neuen Besitzer zugeschickt; der Vorbesitzer bleibt dennoch einsehbar, was die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme erleichtert.


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» Abstammungsnachweise & Gentests:

    Bei den Abstammungsnachweisen unterscheiden wir zwischen dem papiernen Dokument einer Ahnentafel und dem genetischen Nachweis von Vater- u. Mutterschaft des Nachkommen.

    Jeder im OHFV registrierte Hund - ob Welpe oder Veteran - hat seinen "Genetischen Fingerabdruck" per Blutprobe erstellen zu lassen. DNA und Blut werden im Partnerlabor mindestens 10 Jahre archiviert. Der Ausdruck des DNA-Profil wird unverlierbar in Welpenmappe bzw. Ahnenpaß eingeleimt. Die Blutproben stehen Forschungszwecken und jederzeit weiteren Untersuchungen zur Verfügung, was u. U. einen lebensrettenden Zeitvorteil verschafft. Der OHFV erkennt nur aus Blutproben gewonnene Ergebnisse an. Es besteht darüberhinaus für alle Mitglieder Bindepflicht an unser Partnerlabor. Vor Eintritt in den OHFV erfolgte Untersuchungen durch andere zertifizierte Labore werden nur bei Vorlage der Originalberichte (keine Kopien!) in unsere Datenbank übernommen; es muß keine korrekte Untersuchung erneut durchgeführt werden!

    Für Nachzuchten gilt: Vorausgesetzt das Blut der Eltern ist bereits im Partnerlabor eingelagert und die davon erstellten DNA-Profile liegen dem ZBA vor, dürfen zur Erstellung der DNA-Profile von allen Welpen Backenabstriche genommen werden. Die Probennahme sollte bald nach bzw. im Rahmen der tierärztlichen WA, wenn die Chipnummern feststehen, erfolgen. Die notwendigen Formulare und Teststäbchen sind spätestens 8 Tage vor dem WA-Termin bei der GS oder dem ZBA anzufordern. Von der Absendung der Proben vergehen bis zum Eintreffen der Laborberichte im Mittel 2 - 3 Wochen. Die Blutentnahme zur Einlagerung und ggfs. Beauftragung von Untersuchungen empfiehlt sich in der 10. Woche vorzunehmen. Etwaige Befunde liegen dann zum frühesten Abgabetermin dem ZBA vor und können so gleich noch in der Welpenmappe eingetragen werden.
    Sobald Abstammungsgutachten und DNA-Profile der Welpen dem Zuchtbuch vorliegen, können die Ahnentafel gedruckt und die Welpenmappe komplettiert werden. Untersuchungen auf bestimmte Erbkrankheiten / Gendefekte sind jederzeit aus den Blutproben zu erstellen. Im Regelfalle liegen die Laborberichte hierfür innerhalb einer Woche vor. Bestimmte Untersuchungen werden an Partnerunternehmen delegiert. Dabei ist zwangsläufig mit Verzögerung zu rechnen. Diese Befunde müssen nicht zwingend in der AT vermerkt werden - die Zertifikate sind als zum Tier gehörend den Welpenkäufern auszuhändigen; Laborberichte werden im ZBA archiviert. Der Züchter selbst erhält jederzeit beglaubigte Arbeitskopien der Berichte zu seiner Verwendung. Bei Einsendung der Welpenmappe an das ZBA werden alle zwischenzeitlich ergangenen Befunde kostenlos nachgetragen.


» Deklaration der Gentests:

    Alle Ergebnisse der genetischen Untersuchungen werden in das Zuchtbuch resp. die betreffende Ahnentafel & Welpenmappe gemäß der dem ZBA vorliegenden Originaldokumente übertragen. Um eine zweifelsfreie Interpretation zu ermöglichen, sind ausnahmslos Befundangaben in der Form "N/N" für den Nachweis nicht vorhandener Genmutationen, also den normalen (gesunden!) Genotyp zulässig. Können für Bestandstiere keine Originaldokumente aus zurückliegenden Untersuchungen fremder Labore beigebracht werden, dann sind die in den Ahnentafeln gemachten Angaben in der Form "+/+" oder "-/-" ebenso "+/-" bzw. "-/+" so zu interpretieren, als sei das Tier reinerbiger Träger der Genmutation!
    Hintergrund dieser Entscheidung ist, daß einesteils die übersandten Kopien oft von solcher Qualität sind, daß ein "+" oder "-" nicht zweifelsfrei erkennbar sind. Hinzu kommt der Umstand, daß solcherart Eintragung sehr leicht zu manipulieren ist und, daß eine Fehlinterpretation von +/+ oder -/- auf der Hand liegt, ja teilweise sogar gewollt scheint! Darüberhinaus liegen uns Ahnenpässe vor, in denen zweifelsfrei falsche Angaben ausgewiesen werden. Wir prüfen diese Eintragungen grundsätzlich nach den allgemein gültigen Regeln der Gründlichkeit und korrigieren Fehler mit Hilfe der verfügbaren Originalberichte. Ist dies nicht möglich, die Fehlerquelle nicht auszumachen, wird der betreffende Eintrag gelöscht. Es gilt der Grundsatz, daß ein falscher Befund schlimmer ist als gar kein Befund! Ist das betreffende Tier noch im Zugriff, kann, sofern nicht vorhanden, problemlos eine Blutprobe genommen und zur Auswertung herangezogen werden. Durch unsere Entscheidung wird unqualifizierten Unterstellungen von vornherein der Wind aus dem Segel genommen.


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» Vergabe der Zuchtbuchnummern:

    Die Zuchtbuchnummern werden unabhängig von dem tatsächlichen Eintragsdatum stets in der Reihenfolge der gemeldeten Wurftermine und innerhalb eines Wurfes, sortiert nach dem jeweiligen Zeitpunkt der Geburt jedes Welpen, zugewiesen. Das bedeutet, daß ein am 31.12.2015 gefallener Wurf auch mit fortgeschriebenen 15-er ZB-Nummern bedacht wird, obwohl die Papiere erst im März 2016 ausgestellt werden. Durch diese Vorgehensweise ist die korrekte Auswertung der züchterischen Ergebnisse eines Kalenderjahres gesichert.
    Für einen reibungslosen Ablauf der Prozesse sind die notwendigen Meldungen fristgerecht durch den Züchter einzureichen. Die Zuchtbuchstelle wird terminorientiert die Formulare für die Beauftragung des Labors und, sofern zutreffend, die Probenröhrchen für die Abstriche zur Gewinnung der DNA-Profile versenden. Aus technischen Gründen werden die Formulare mit den zukünftigen Zuchtbuchnummern versehen. Das bedeutet nicht, daß die Welpen bereits in das Zuchtbuch übernommen wurden! Dafür sind u.a. die DNA-Profile und attestierte Elternschaft sowie deponierte Blutproben zwingend.


» Syntax der Zuchtbuchnummern:

    Die ZB-Nummer beginnt mit dem vorangestellten Kürzel "OHF", welchem per Bindestrich das Geburtsjahr des betreffende Welpen als zweistellige Zahl anhängt. Auf einen Schrägstrich folgt die fortlaufend vergebene, 5-stellige Zählnummer.
    Das Nachsetzzeichen "Bi" folgt ohne Leerstelle. Es wird bei Welpen vergeben, die entgegen dem offiziellen FCI-Standard zweifarbig gezüchtet sind. Bedingung ist, daß die von den Pudelzuchtvereinen gemeinsam mit dem VDH verabschiedete Richtlinie eingehalten wird. Das beschränkt die Zweifarbigkeit ausnahmslos auf Weiß-Schwarz gescheckt bzw. die Variante Schwarz-Loh / Black & Tan. Andersfarbige Tiere werden nicht eingetragen da!
    Das Nachsetzzeichen "Bd" gilt analog für Bolonkas, die entgegen dem offiziellen RKF-Standard dem Typ "Deutscher Bolonka" zuzuordnen sind. Es wird Bestandstieren und deren in einem Wurf zuweilen vorkommenden Welpen mit erheblicher Weißzeichnung, Scheckung oder Dreifarbigkeit zugewiesen. Eine gezielte Nachzucht von Schecken ist prinzipiell nicht eintragungsfähig.
    Da obskure, regellose Zeichenfolgen dubioser Vereine nicht per EDV verarbeitbar sind, werden sie auf das OHFV-Schema umgeschlüsselt. Diese ZB-Nummern sind, auch bei Geburtsjahrgängen vor 2015 an der Jahreszahl "15" und einer fortlaufenden 009xx-er Zählnummer, der als Nachsetzzeichen ein "N" anhängt, zu erkennen. Die Ursprungsnummer des Dokumentes ist in den Stammdaten unverlierbar gespeichert.


» Umschreibung von Abstammungsdokumenten:

    Grundsätzlich ist eine Umschreibung zwingend, wenn vorhandene Dokumente lückenhaft, in Teilen falsch oder gezielt verfälscht wurden und keine Möglichkeit nachvollziehbarer Korrekturen besteht. Die Umschreibung ist auch unvermeidbar wenn der Erstaussteller die ZB-Einsicht verweigert, kein wirkliches Zuchtbuch führt und somit keine verwertbaren Daten liefern kann bzw. wegen eklatanter Unregelmäßigkeiten jede Glaubwürdigkeit verloren hat, in kriminelle Machenschaften involviert oder liquidiert worden ist.
    Die neu erstellten Dokumente ersetzen nicht die originalen Erstausfertigungen. Sie sind deren fehlerbereinigte Ergänzung welche nur gemeinsam mit den jetzt entwerteten Originalen volle Rechtsgültigkeit besitzen. In diese datiert entwerteten Dokumente dürfen keine neuen Eintragungen erfolgen; solche sind ausschließlich in den umgeschriebenen Dokumenten vorzunehmen.


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» Namensregeln für Zwinger und Welpen:

    Jeder Zuchtstättenname muß sich deutlich von bereits bestehenden Zwingernamen unterscheiden und darf aus maximal drei Worten mit insgesamt nicht mehr als 23 Anschlägen bestehen. Er soll einen Bezug zum regionalen Umfeld haben. Irreführende, anmaßende oder gar anstößige Bezeichnungen sind nicht erlaubt.
    Der individuelle Welpenname (Rufname) ist stets als Vorname(n) dem Zwingernamen vorangestellt und darf maximal zwei Worte umfassen, zzgl. ggfs. ein voranlaufender Großbuchstabe als Wurfzähler, etwa wenn kein Name mit diesem Anfangsbuchstaben zu finden ist. (Vornamen mit Q, X oder Y sind nicht sehr häufig, so daß man dann statt Xanthippe etwa X-Luzia nimmt.) Der einmal vergebene Rufname darf in den folgenden 10 Jahren kein zweites Mal in Kombination mit dem gleichen Zwingernamen vergeben werden!
    Vorname + Zwingername dürfen zusammen nicht mehr als 38 Anschläge umfassen.
    Der oder die Vornamen des Hundes werden immer groß geschrieben.
    Bestandshunde wie auch neu erworbene Tiere deren Namen den OHFV-Regeln widersprechen, werden nicht umbenannt. Ein Welpenkäufer hat bei seriösen Züchtern immer ein Mitspracherecht bzgl. der Namenswahl und sollte dieses unbedingt nutzen.


» Zwingername - Schutz und Übertragbarkeit:

    Der Namensschutz ist durch den Verein selbst nur von begrenzter Wirksamkeit, da es keine rechtliche Handhabe gibt um vereinsfremden Personen eine Nutzung des Namens für deren Zwecke zu untersagen. Deswegen empfehlen wir einen nationalen Schutzstatus durch Eintragung einer Wortmarke beim Patentamt oder bei entsprechender Voraussetzung die Beantragung des weltweiten Schutzes durch den Eintrag bei der FCI. Beide Verfahren sind mit angemessenem Aufwand verbunden um kein Fiasko zu erleben. Ob es für eine reine Liebhaberzucht sinnvoll ist, diese Möglichkeiten auszuschöpfen, muß jeder für sich selbst entscheiden. Der OHFV steht dafür ein, daß innerhalb seines Wirkungsbereiches ein bestehender Zwingername von keinem anderen Mitglied als jenem, welches diesen Namen erstmalig hier eintragen ließ, benutzt werden darf. Das schließt auch das Verbot einer mißbräuchlichen Absicht durch geringfügige Abänderungen wie z. B. ein anderes bzw. weggelassenes Prädikat, in Verbindung mit der Rasse für die der Name eingetragen worden ist, ein.
    Grundsätzlich ist die Übertragung eines Zwingernamens aus der laufenden Zucht auf eine andere Person, innerhalb oder außerhalb des OHFV, nicht zulässig. Wird eine Zucht eingestellt, so unterliegt der Zwingername mit dem Tag der Abmeldung einer 10-jährigen Sperrfrist, nach welcher dieser wieder neu auf eine andere Person registriert werden darf.
    Anders verhält es sich, wenn eine bestehende Zucht durch den / die gesetzlichen Erben weitergeführt werden soll. Ein weiterer Sonderfall ist, wenn innert der Züchterfamilie der Wunsch auf Fortsetzung der Tradition aufkommt. In diesem Falle soll durch ein entsprechendes Kennzeichen wie etwa "(Nachf.)" für eine klare Aussage gesorgt werden.


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